Brotzeit oder warme Mahlzeit - Was ist gesünder für dein Kind?

Heute gab es bei uns zum Frühstück die Pizza von gestern. Aufgewärmt.

Das geht, weil wir in unserer Familie eher zu den herzhaften Essern gehören. Ja, ich höre schon alle „iiihhhhh“ schreien, die morgens süß frühstücken. Da hinkt mein Beispiel dann ein wenig.

Tendenziell ist es aber am gesamten Tag so, dass wir uns ungerne auf einen klassischen Plan von „kaltes Frühstück, warmes Mittagessen und kaltes Abendessen“ festlegen. Das entscheiden wir hier oft aus dem Bauch heraus.

Natürlich ist es bei uns klassischerweise so, dass ein Frühstück aus Brot oder Brötchen mit Belag besteht. Das Mittagessen setzt sich aus drei unterschiedlichen warmen Komponenten, also Kartoffeln/ Reis/ Nudeln, gekochtem Gemüse und Fleisch oder Fisch zusammen. Und beim Abendessen stehen wir dann wieder bei Brot, Belag und vielleicht noch ein Salat auf dem Tisch. So sind die meisten von uns aufgewachsen, so machen viele es weiterhin mit ihrer eigenen Familie.

Da ist nichts dran auszusetzen. Ich bin aber ein großer Freund davon, über den Tellerrand schauen. Haha, Wortspiele kann sie! Nein mal im Ernst. Mir ist es einfach wichtig, dass es so stressfrei wie möglich abläuft, wenn es ums Essen geht. Und wenn das bedeutet, dass ich es mir sparen kann morgens Frühstück zu machen, weil die Pizza von abends noch im Kühlschrank wartet, dann finde ich das super.

Ich werde tatsächlich oft in meinen Kursen gefragt, ob es zu viel für Kinder ist, zwei Mal am Tag warm zu essen. Die Frage entsteht immer dann, wenn die Kinder mittags in der Kita oder Schule verpflegt werden und abends mit der Familie nochmal essen. Mama und Papa wollen ja auch eine warme Mahlzeit am Tag. Viele lösen das dann so, dass die Kinder ein Butterbrot essen und die Großen etwas Gekochtes. Aber mal ehrlich, wenn es weniger Stress bedeutet, wenn alle gemeinsam warm essen, warum machen wir es dann nicht einfach? Kochen und gleichzeitig Brote schmieren ist doch auch irgendwie nervig. Es sei denn, die Eltern gönnen sich später ein Dinner Date am eigenen Esstisch.

Also hier für euch mal zur Beruhigung: Mehrmals am Tag warm zu essen schadet niemandem. Genauso wenig, wie wenn man nie warm isst. Andere Kulturen würden übrigens gar nicht auf die Idee kommen, Frühstück und Abendessen als kalte Mahlzeit zu servieren. Vielleicht bist du sogar auch der Typ, der morgens ein warmes Rührei mit Bratkartoffeln besser essen kann, als ein Marmeladenbrötchen. Oder mal die süße Alternative. Einen Porridge aka guter alter Haferbrei mit Obst und Nüssen. Und vielleicht bist du auch der Typ, der lieber Rohkost mit Getreidesalat zum Mittagessen isst, als ein gekochtes Gemüse mit Beilage.

Wie auch immer, da ist nichts falsch dran! Und so lange du nicht das Gefühl hast, dass dir oder deinen Kindern etwas fehlt, esst doch einfach warm oder kalt so wie es euch passt. Die eine Variante ist nicht „gesünder“ als die andere, so lange ihr euch die richtigen Lebensmittel aussucht.

In diesem Sinne: Lasst‘s euch schmecken! Mahlzeit!

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Maike Henze